Herzog Albrecht von WürttembergDer Namensgeber der Kaserne lebte von 1865 bis 1939. Als 20-Jähriger war der in Wien als Sohn von Herzog Philipp I. geborene zum Militär gekommen. Von 1908 bis 1913 befehligte Herzog Albrecht das Königlich Württembergische XIII. Armeekorps und damit den württembergischen Teil des Reichsheeres.

Für diese Männer wurde im Jahr 1895 der Truppenübungsplatz in Münsingen geschaffen. 1913 wurde der Offizier in Stuttgart zum Generalinspekteur der 6. Armeeinspektion ernannt. Während des Ersten Weltkriegs zeigte der Herzog, inzwischen zum Generalfeldmarschall befördert, als Oberbefehlshaber der 4. Armee hervorragende Eigenschaften eines Feldherren.

Am Sieg in der später berühmt gewordenen Schlacht zu Neufchateau in den Ardennen war er maßgeblich beteiligt. Wegen seiner soldatischen Verdienste erhielt der Offizier vom Deutschen Kaiser den Orden „Pour le Merite” verliehen. Da König Wilhelm keine Söhne hatte, wäre eigentlich Herzog Albrecht Thronfolger geworden, wenn nicht die Revolution von 1918 der Monarchie in Württemberg ein Ende gesetzt hätte.

Kurz danach beendete der Soldat als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe „Herzog Albrecht” seine militärische Laufbahn und zog sich auf den Familiensitz Altshausen bei Saulgau zurück, wo er das Hofkammergut des Hauses verwaltete.

Am 6. September 1933 besuchte Herzog Albrecht auf Einladung des Reichskanzlers noch einmal Münsingen, wo er zusammen mit weiteren zivilen Ehrengästen unter anderem auch das Neue Lager besuchte.

Zum Nationalsozialismus ging Herzog Albrecht von Anfang an auf Distanz. Als er am 29. Oktober 1939 starb, blieb deshalb die entsprechende Würdigung seiner militärischen Erfolge aus.

26 Jahre später, am 15. Dezember 1965, wurde die bislang Neues Lager genannte militärische Anlage in Münsingen auf den Namen Herzog-Albrecht-Kaserne getauft. Unter den Ehrengästen war damals auch Herzog Albrechts Sohn Philipp von Württemberg.

Im Jahr 2000 vermachte der Urenkel des Namensgebers, Friedrich Herzog von Württemberg, der Offizier-Unteroffizier- Heimgesellschaft in der Kaserne ein Gemälde seines Vorfahren. Heute hängt es in der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen.

In der neuen Parksiedlung, die auf dem Gelände der ehemaligen Münsinger Kaserne entstanden ist, erinnert heute die Herzog- Albrecht-Allee an den ehemaligen Offizier.

 

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